Wir müssen mit ihm leben, wir können ihm nicht entkommen. Schmerz ist eine Erfahrung, die bereits Kleinkinder, ja manchmal sogar schon Säuglinge machen müssen. Alles in der Natur hat einen tieferen Sinn und so hat auch Schmerz eine „wichtige Funktion“ für unser Überleben. Er ist ein raffiniertes Alarmsystem unseres Körpers, das uns vor Erkrankungen und Schäden schützt. Nur wenn der Schmerz bleibt und seine ursprüngliche Funktion verliert, wird er zu einer ständigen und sinnlosen Qual. Doch Dank Fortschritten in der Medizin ermöglichen wirkungsvolle Schmerzpräparate und begleitende Therapien ein lebenswertes Leben - mit und trotz der Schmerzen.
Der Schmerz - ein Leben ohne ihn ist nicht möglich, und ein Leben mit ihm ist oft unerträglich. Schmerz ist eine Erfahrung, die wir alle machen müssen. Die einen früher, die anderen später. Die Spritze beim Onkel Doktor, die Schürfwunde am Knie - wir machen schon als Kleinkind oder sogar als Säugling unsere ersten Schmerzerfahrungen.
Verletzungen und Krankheiten sorgen dafür, dass der Schmerz uns nie verlässt. Ein „treuer“ Lebensbegleiter, auf den wir nun wirklich verzichten könnten. Oder doch nicht? Tatsache ist, dass Schmerz nicht „nur“ unangenehm ist. Er hat eine wichtige, ja sogar eine überlebenswichtige Aufgabe: Er warnt uns. Schmerz ist ein raffiniertes Alarmsystem unseres Körpers, das uns vor (mehr) Schaden bewahren kann. Ein Beispiel: Eine Frau geht zum Arzt, weil sie von heftigen Bauchschmerzen geplagt wird. Der Mediziner stellt eine akute Blinddarmentzündung fest. Ein paar Tage später, und aus der Entzündung wäre ein lebensgefährlicher Blinddarmdurchbruch geworden. Hätte die Frau keine Schmerzen gehabt, wäre sie nicht zum Arzt gegangen und wäre möglicherweise an ihrer unentdeckten Erkrankung gestorben .Seelenschmerz
„Schmerz ist eine unangenehme sensorische und gefühlsmäßige Erfahrung, die mit bereits eingetretenen oder drohenden Verletzungen einhergeht oder als solche empfunden wird.“ So klar und kühl definiert die Internationale Gesellschaft für Schmerzforschung (International Association for the Study of Pain) den Schmerz. Aber Schmerzen verursachen nicht nur körperliche, sondern auch Ängste, Hoffnungslosigkeit und zerstörte Träume können Folgen des Schmerzes sein.
Ewiger Schmerz, ewiges Leid
Schmerzen treten bei Verletzungen oder Erkrankungen auf und verschwinden nach einer gewissen Zeit der Heilung wieder. Meistens. Aber leider nicht immer. Wenn Schmerzen über einen längeren Zeitraum auftreten, sind sie chronisch geworden und werden zu einer Qual für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Dann ist körperliche und seelische Hilfe erforderlich, um dem Kreislauf aus Schmerz und Angst zu entkommen. Den Fortschritten in der Medizin ist es heute zu verdanken, dass auch Patienten mit starken Schmerzen ein lebenswertes Dasein führen können. Schmerzmedikamente und Schmerztherapien sind heute so weit entwickelt, dass selbst heftige und ständige Schmerzen gelindert werden und die Betroffenen wieder aktiv am Leben teilnehmen können. Neben wirksamen Schmerzmedikamenten unterschiedlichster Art gibt es eine Vielzahl von Behandlungsformen, die erfolgreich im Kampf gegen den Schmerz eingesetzt werden können. Beispiele sind die Physiotherapie, Psychotherapie oder auch alternative Therapien.



